JUGENDAUSTAUSCH MIT ISTANBUL 2014 – ARTIKEL

Neue Heimat Istanbul – Neue Heimat Deutschland.

Am 15. September 2014 begann für acht Jugendliche von KOMCIWAN eine aufregende Reise. Eine Woche lang würden sie bei ihren Freunden der Jugendorganisation CIRA in Istanbul verbringen. Sie machten sich auf den Weg, die Stadt mit dem höchsten kurdischen Bevölkerungsanteil der Welt als „neue Heimat“ für viele Kurd_innen kennenzulernen und sich gemeinsam über Migrationserfahrungen auszutauschen.

Ziel hierbei war es, die Situation der Kurd_innen in Istanbul zu analysieren und sich ein Bild über ihre Probleme und Möglichkeiten bezüglich der Auslebung ihrer Identität und Kultur sowie die Wahrnehmung der Kurd_innen in der Bevölkerung und Gesellschaft zu machen.

Wir erforschten im Laufe unserer Begegnung vor allem den europäischen Teil der Metropole, insbesondere die Umgebung des Stadtteils Taksim, welcher für seinen sehr hohen Bevölkerungsanteil an Kurd_innen bekannt ist.
Wir besuchten mehrere politische Parteien, Stiftungen und andere Organisationen. Bei angeregten Diskussionen tauschten wir nicht nur Meinungen aus, sondern auch entwickelten auch konkrete Ideen und Schritte für eine zukünftige, gemeinsame Zusammenarbeit bei verschiedenen Veranstaltungen zu verschiedenen Themen. Diese Besuche gaben uns immer wieder Anlass zu regen Diskussionen mit den Jugendlichen von CIRA.

Neben dem sozialen und politischen Inhalt gab es auch ein Kulturprogramm. Dazu gehörte unter anderem die Besichtigung von verschiedenen Sehenswürdigkeiten Istanbuls wie die Hagia Sophia, die Blaue Moschee etc.
Außerdem veranstalteten wir gemeinsam mit den Jugendlichen von CIRA Sing- und Tanzabende, von denen der größte im Gezi Park stattfand, sowie ein Picknick im Viertel Yenikapı.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Jugendbegegnung einen bleibenden Eindruck bei allen Teilnehmenden auf beiden Seiten hinterlassen hat und den Lerneffekt, das Verständnis und Bewusstsein bezüglich der Situation der Kurd_innen in der Türkei, vor allem in Istanbul, erheblich verstärkt hat.

Wir danken recht herzlich dem Kinder- und Jugendplan des Bundes, mit dessen Unterstützung diese Begegnung durchgeführt werden konnte.