HALABJA

Das Giftgasmassaker am 16. März 1988 in Helebce an Kurd_innen ist ein Verbrechen gegen die Menschheit!

UNO und die Bundesregierung müssen endlich ihrer Verantwortung gerecht werden!

Anerkennung des Giftgasangriffs auf Helebce als Völkermord!

Der Diktator Saddam Hussein hat am 16. März 1988 die kurdische Stadt Helebce mit chemischen Kampfstoffen bombardieren lassen. Am 16. März diesen Jahres jährt sich in der Stadt Helebce in Südkurdistan der größte Giftgasangriff seit dem 1.Weltkrieg. Innerhalb weniger Augenblicke kamen über 5000 Menschen ums Leben. Vor allem Frauen und Kinder starben an diesem Tag einen grausamen Erstickungstod. Die demokratische Bundesrepublik Deutschland versorgte den Diktator Saddam Hussein mit den eingesetzten chemischen Kampfstoffen Sarin, Tabun und Senfgas.
Saddam Hussein wurde aufgehängt, der unter dem Namen „ Chemie Ali“ bekannte Befehlshaber dieser Grausamkeit wurde in einem Prozess zum Tode verurteilt und ebenfalls aufgehängt. Die Produzenten und Lieferanten der Giftgase mussten sich bis heute vor keinem Gericht für die Beteiligung an diesem Völkermord verantworten.
Zehntausende wurden zudem bei diesem Giftgasangriff verwundet; Hunderttausende mussten in Nachbarländern Zuflucht suchen. In Helebce wurde an diesem 16. März 1988 das ganze Leben fast vollständig ausgelöscht. Unter den Folgen des Giftgasangriffes hat die Bevölkerung Südkurdistans bis heute zu leiden: Krankheiten der Atemwege, Fehlgeburten, Missbildungen an Neugeborenen, Leukämie.
Für das kurdische Volk ist der Giftgasangriff auf Helebce zu einem Symbol des Kampfes für Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie geworden.

→ KOMKAR e.V. und KOMCIWAN e.V. rufen die Vereinten Nationen und den UN- Sicherheitsrat auf, das Giftgasmassaker von Helebce als ein Verbrechen gegen die Menschheit anzuerkennen und den 16. März zum internationalen Tag für das Verbot der chemischen Waffen zu erklären!

→ KOMKAR e.V. und KOMCIWAN e.V. fordern die Bundesregierung auf, den Giftgasangriff auf Helebce als Völkermord anzuerkennen und die deutschen Unternehmen, die sich aktiv an diesem Völkermord beteiligt haben, zur Verantwortung zu ziehen!